Gotcha!

Nicht ganz neu, aber erst vorgestern beim ITFS Open Air Kino auf dem Stuttgarter Schlossplatz entdeckt. 'The Mighty Hunter', eine herrliche, stellenweise leicht unappetitliche -wie die Jägerei stellenweise eben auch- Animation über einen Jagdtrophäensammler und seine vermeintlich erlegten Wanddekorationen. Von SluggerFilm und Sophie Animation.

BTW, heißer Tipp für heute Abend: 'Rango' ebenfalls Open Air, für lau, auf besagtem Schlossplatz (Wettervorhersage).

Rotkäppchen goes Black Mamba

Die Girls werden immer tougher. Selbst wenn sie in adaptierten Märchen agieren und Rotkäppchen heißen. Davon muss sich zumindest ein Wolf überzeugen, der in der scherenschnittartigen Animation 'Red' von Jorge Jaramillo und Carlo Guillot die andere Hauptrolle spielt. Die akustische Untermalung der Märchenadaption mit killbillartigen Zügen steuerte Manuel Borda bei.

(entdeckt bei Drommels)

Sonderausstattung: Musikaktivpaket

OK Go -das sind der eine Sekundär- und die drei Primärfarbige/n (wie wir kürzlich lernen durften)- haben ihre Musik ja eigentlich schon immer kreativ in Szene gesetzt. Das kann man beispielsweise hier, hier oder jüngst hier sehen. Während bei der Rube Goldberg Geschichte der Inszenierungsaufwand kaum mehr zu toppen schien, ist es diesmal die Instrumentierung, die einen bei 'Needing/Getting' ungläubig in den Monitor starren lässt. Ein sonderausgestatteter Chevrolet Sonic wird quasi als eine Art perkussive Effektmaschine durch einen Intrumentenparcours getrieben. Auch wenn man es kaum glauben kann, spricht was man von OK Go bislang zu sehen bekam und was man z.B. bei caranddriver über diese Aktion lesen kann dafür, dass die Fakewahrscheinlichkeit bei der Prokuktion gegen Null tendieren dürfte.

Solange das Rahmenprogramm -und sei es auch das kommerzielle- solche Perlen hervorbringt, hat der Super Bowl irgendwie schon seine Daseinsberechtigung;-)

(entdeckt bei Kessel.TV)

<update_120209>Bei WIRED gibt's heute "exclusive" ein Behind the Scenes Video mit kleinen Enblicken in die logistischen und sonstigen Dimensionen der Vorbereitungsphase.</update_120209>

Hipstapmotion

Warum eigentlich nicht? Ein Mann schnappt sich sein iPhone hipstamatict ein wenig und macht daraus einen Stop-Motion Film mit gelegentlichen Timelapseffekten. Das von Vitùc erzielte Ergebnis nennt sich 'Yesterday' und ist ein absolut sehenswertes. Ein Blick auf seine vimeo Seite zeigt allerdings auch, der Mann ist kein Anfänger. Dass das Ganze unter Verwendung meiner Lieblings"linse" John S entstand ist natürlich ein Grund das Ergebnis an dieser Stelle zu erwähnen. Der verwendete Klangteppich von Reid Willis' Escapist tut ein Übriges. Sehr schön!!

<update>Stop-Motion Experimentierlust ausgelöst? Anleitung gefällig? Voilà.</update>

(entdeckt bei thecreatorsproject via @Hipstamatic)

Lost in the Ocean of Garbage?

Sind die heutzutage sich jedermann bietenden Möglichkeiten den mehr oder weniger in sich ausgeprägten Künstler digital auszuleben Fluch oder Segen? Beschert die schiere Menge an erzeugten Filmen (allein auf YouTube werden jede Sekunde ein Stunde Bewegtbild hochgeladen), Fotos oder Musik ein mehr an Vielfalt und Qualität? Wäre uns Beuys in Zeiten wie diesen erspart geblieben, hätte aber auch ein Scorsese nicht den Durchbruch geschafft, weil sie in der Flut von kreativem Output untergegangen wären?

Zumindest dem größten Teil dieser Fragen (außer Beuys;) in Bezug auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kreativwirtschaft ist die schwedische Agentur House of Radon in der interessanten Dokumentation 'PressPausePlay' nachgegangen. Zu den mir bekannten Gesichtern, die ihre Sicht der Dinge beisteuern dürfen, zählen beispielsweise Moby, Robyn oder David Weinberger. Dass mir die anderen Akteure -trotz interessanter und mir durchaus gefallender Arbeiten- nichts sagten, könnte mit den Ausgangsfragestellungen der Doku zu tun haben. Muss es aber nicht.

Dieser Film könnte Kodachromenostalgikern die Tränen in die Augen treiben

Freunde der Diafilmfotografie und natürlich speziell die Anhänger von Kodak sollten sich schon mal ein Taschentuch bereit legen. Xander Robins Doku lässt nochmals die Zeit vom ersten Farbfilm bis zur Schließung des weltweit letzten Entwicklungslabors Revue passieren. Diejenigen -wie ich-, für die Laborarbeit beim Fotografieren nur von rudimentärem Interesse war, finden auch interessante Einblicke in industrielle Entwicklungsarbeit. Oft werden Dinge, wenn sie langsam von der Bildfläche verschwinden ja plötzlich erst interessant;-)

PS: Der Film zeigt nebenbei auch sehr schön, woher die Lens- und Filterbastler von Hipstamatic, Intsagram und Co. ihre Inspiration beziehen.

(entdeckt bei PetaPixel)

Lonely Dogs

Zu lange Aufenthalte auf entlegenen Bohrinseln sollte man vermeiden. Dies könnte die Message von 'Les Chiens Isolés (Lonely Dogs)' sein. Erstellt wurde die Animation vom französichen Filmkollektiv um Rémi BASTIE / Baptiste COLLEU / Nicolas DEHGHANI / Olivier KREIS / Paul LACOLLEY / Kevin MANACH / Nicolas PEGON / Jérémy PIRES a.k.a. crcr. Der Zeichenstil der Animation erinnert an Comics. Verbindendes Element der Filmer scheint ihre Ausbildung an der GOBELINS, l'école de l'image in Paris zu sein. Und das sind keine schlechten Vorzeichen.

(entdeckt bei It's Nice That)

eBooks die Grenzen aufgezeigt

Der Sortimentsbuchhandel hat es -was man so liest- in Zeiten wie diesen nicht einfach.
Schlechte Geschäfte werden es hoffentlich nicht gewesen sein, die Sean Ohlenkamp und seine Frau veranlasst haben, etwas Leben in eine Buchhandlung in Toronto zu bringen. Wenngleich der Hinweis "Everything you see here can be purchased at Type Books." darauf hindeutet, dass der Buchhändler gegen Geschäfte nichts einzuwenden hat. Für alle Fälle hier die Adresse: Type bookstore in Toronto, 883 Queen Street West.

Die Aktion zeigt jedenfalls klar ein Alleinstellungsmerkmal von gebundenen Büchern;)

(entdeckt bei swissmiss)